Paper Fashion Ausstellung im Modemuseum Antwerpen

Papiermode

Designer kreieren immer wieder Mode aus Papier, da sie von dem vielfältigen Material fasziniert sind. Papier in der Mode gab es schon in vielen Kulturen und historischen Perioden. Mit der Ausstellung Paper Fashion beschäftigt sich das Modemuseum Antwerpen in Zusammenarbeit mit Atopos Cultural Organisation mit dieser Nische der Modegeschichte.

Angefangen von der Atopos Papierkleid Kollektion von 1960, fokussiert sich die Ausstellung auf den Gebrauch von Papier und ähnlichem Material in moderner und zeitgenössischer Mode. In Kriegszeiten oder ökonomischen Krisen, suchten die Menschen nach Alternativen zur Fertigung von Kleidung, wobei Papier die einfachste Möglichkeit dazu darstellte. Besonders interessant wurde Papier auch ohne Krisenzeit in den 1968ern, in denen unzählige wichtige Modehäuser und Designer das Material Papier zum experimentieren entdeckten.

Dabei gilt auch heute Papier noch immer als eine Vorstellung der Materialalternative für Bekleidung. Und auch heute suchen zeitgenössische Designer noch nach außergewöhnlichen Materialien die ihren Kollektionen ein papierähnliches Erscheinungsbild geben.

Paper Fashion bringt die außergewöhnlichsten Kreationen aller Zeiten zusammen. Neben historischen Objekten beinhaltet die Ausstellung auch Werke von Hussein Chalayan, A.F. Vandevorst, John Galliano, Walter Van Beirendonck, Dirk Van Saene, Issey Miyake und einen Film von Jum Nakao.

In dem Film zeigt der brasilianische Designer Jum Nakao eine Miniaturausgabe seiner in 2004 auf der Sao Paolo Fashion Week präsentierten Kollektion „A costura do invisivel”. Präsentiert wurde damals einer Performance, die damit endetet, dass sich die Models die Papierkleider vom Leib rissen – und in wenigen Sekunden mehr als 700 Arbeitsstunden zunichte machten.

Die Ausstellung geht noch bis August 2009.

www.momu.be

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